Freitag, 16. November 2012

[Design] - Künstlerbuch. "Das Böse"

Ihr Lieben,
seht selbst!










So sieht's aus.
Bin ich zufrieden?
Ja und nein.

Fangen wir mit den positiven Dingen an. ;-) Ich steh hinter jeder einzelnen Grafik und bin stolz auf jede von ihnen. Ich liebe das ausgewählte Papier. Selbst die "Problemgrafiken" sind super geworden, weil das Papier irgendwie....weichzeichnet. An den richtigen Stellen.
Ich bin froh, dass ich alles so sauber und so gerade hinbekommen habe. Die Textmengen sind genau richtig und es fehlt nichts. Die Radierungen sind die Stars und ich bin sehr froh, dass es mir gelungen ist, ihnen so viel Charakter zu verleihen. 

Nun zu den weniger schönen Sachen.
1. Das weiße Vorsatzpapier! Kein Mensch hat es für nötig gehalten, mir zu sagen, dass man sein eigenes Vorsatzpapier zum Buchbinder bringen sollte. Habe ich mich darüber schon beschwert?
Eigentlich sollte es blutrot sein und besonders bitter ist, dass ich beim Blättern in einer Künstlerpapiermappe sogar den richtigen Farbton gesehen habe. Zum Kotzen. Das nächste Mal weiß ich Bescheid.
2. Der unsägliche Schutzumschlag! Einen Abend vor der Abgabe habe ich Banderolen gedruckt und geklebt, habe sogar noch extra schwarzes Satinband besorgt um mir am nächsten Tag von meinem Dozenten einen Schutzumschlag aufschwatzen zu lassen. 
Man muss sich das so vorstellen: ich saß eigentlich in einem Kurs und beschloss, in der Mittagspause mein Buch abzugeben. Das Ende vom Lied war, dass ich drei Stunden größtenteils mit Warten in der Werkstatt, statt im Kurs verbracht habe. Da der Umschlag im Siebdruck gemacht werden sollte und ich das noch nie gemacht habe, musste ich natürlich immer wieder auf meinen Dozenten warten.
Außerdem ist das Papier viel zu dünn und empfindlich. Wenn man über den Titel streicht, fühlt man ganz eindeutig Wellen im Papier. 
NIE WIEDER SCHUTZUMSCHLAG!!!!

So.^^ Erstmal durchatmen...

Im Moment habe ich wirklich ein bisschen die Nase voll von der Druckwerkstatt und den Leuten da. Mein Dozent hat allen am Ende so einen Druck gemacht (wegen der Ausstellung, es sollte ja alles fertig werden), dass ich erstmal eine Pause brauche. Eben wegen diesem Druck habe ich davon abgesehen, noch rotes Papier zu besorgen. Im Nachhinein ärger ich mich. Ich hätte mich nicht hetzen lassen dürfen.
Allzu lange sollte die Pause aber nicht dauern, da ich dieses Jahr Weihnachtskarten drucken will und außerdem noch das ein oder andere abseits vom Buch.

Die Idee für mein zweites Künstlerbuch steht auch schon in den Startlöchern: Ich würde unheimlich gern "Alice im Wunderland" illustrieren. Dieses Mal soll es genau das Gegenteil werden: Klein, voll, verspielt, englisch und die doppelte Auflage. Aber das Böse bleibt. ;-) Außerdem will ich dann alles komplett selbst binden. 
Ich weiß, dass es zu Alice schon unheimlich viele Adaptionen gibt. Mein Dozent hat mir "Der Zauberer von Oz" und "Ein Sommernachtstraum" vorgeschlagen, aber das will ich nicht. Ich möchte die Werkstatt noch so lange nutzen, wie möglich und Alice steht nun mal ganz oben auf der Liste und ich habe schon wieder soooo viele Ideen.

So, jetzt nochmal: tief durchatmen, entspannen, noch ein bisschen fleißig sein und dann ins Bett fallen. Morgen geht's gezwungenermaßen nach Hamburg. 

Bis bald!

P.S.: Berlin war enttäuschend und die ASP-EP-Review gibt's bald! Könnte der Tag 48 Stunden haben, bitte?!

1 Kommentar:

  1. also: tief durchatmen und mal ein bisschen bewundern und freuen, was du da geschafft hast! In den heutigen Tagen hat man selten zeit dazu - aber nimm sie dir - ich finde das nämlich echt super! ^^

    Auch wenn es da diese kleinen Ärgernisse gibt (die ich als neutraler Betrachter nicht sehe ;) ) - ich finde das Buch echt toll geworden! Es sieht professionell aus und wirkt gut aufeinander abgestimmt!

    Und wenn du Alice machen willst, dann mach das doch auch ;) Es ist ohnehin schon alles einmal irgendwie dagewesen und die Interpretation zählt meiner Meinung nach. :)

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