Donnerstag, 28. Juni 2012

[It's just Edgar!] - Künstlerbuch Making-of, Teil III

Einen wunderschönen guten Abend ihr Lieben,

es gibt wieder etwas zu bewundern. :-) Gestern führte mich der FH-Alltag wieder in die geliebte Druckwerkstatt und inzwischen gibt es wieder etwas Vorzeigbares. Am Montag gehts direkt weiter, den Designwissenschaftskurs morgen werde ich außerdem wieder für neue Skizzen und Motive nutzen.
Es klingt komisch, aber da habe ich ausgerechnet die meiste Ruhe und wenn Designwissenschaften ausfällt oder Ähnliches, dann hab ich meistens bis Mittwoch nix gemacht. Und doch, ich höre sehr wohl zu. Aber im Theoriekurs MUSS man einfach irgendwas zeichnen. Ist allemal besser, als hinter'm Laptop zu verschwinden, wie es so viele gerne tun.

Aber zurück zu Mr. Poe und mir.
Ich habe hier noch ein schickes Foto gefunden vom allgemeinen kreativen Chaos....



Da ich meine Drucke nie in der Hochschule lasse, muss ich sie natürlich zu Hause pressen (wir drucken auf angefeuchtetem Büttenpapier). Und so schaut das aus, wenn man seine ganzen Vogues rumliegen hat auf der Suche nach Inspiration (nicht für das Künstlerbuch^^).

(nein, ich kaufe ausländische Vogues NICHT in Deutschland)
Jetzt aber zum eigentlichen Thema. Es geht los mit meiner ersten Grafik, die ich für das Buch gemacht habe. (s. Teil 1) Mittlerweile kann ich sie nicht mehr sehen. Ich habe die Figur inzwischen schon so oft verändert, zerkratzt, geätzt, dass ich langsam Angst bekomme, ein Loch in der Platte zu provozieren. Paul, mein Prof, ist ständig der Meinung, die Figur müsse verändert werden. Dann mach ich das, was er sagt und beim nächsten Mal erzählt er mir wieder was völlig anderes. Und überhaupt sind ja all meine Figuren total unterschiedlich und passen nicht zusammen.

Ich weiß, dass ich nicht der große Firgurenzeichner bin, aber trotzdem. 
Das, was all meine Grafiken gemeinsam haben, sind die Räumlichkeit und damit verbunden die Technik der Aquatinta (die, nebenbei erwähnt, nicht ganz einfach zu händeln ist, wenn man Verläufe haben möchte, außerdem ist sie zeitaufwendig und nervenzehrend), sowie Düsternis und eine entsprechende Stimmung. Reicht das nicht? Zu anderen Studenten sagt er dann wieder, dass Abwechslung im Buch was Gutes ist.
Künstler.....*Augen verdreh*

Aber das Schwarz kommt echt gut.




Jetzt zu dem Grund, warum ich am Montag nochmal dringend in die Werkstatt muss. Dieses Auge MUSS rot gedruckt werden. Oder??? (Ja, es ist ein Auge und kein Spiegelei...)
(Ich mag die Grafik, sie erzählt die Geschichte hier zwar sehr direkt, aber es hat was von Tim Burtons Zeichnungen^^)

Zuckertusche, Aquatinta, Kaltnadel, Strichätzung

Und nun ist es Zeit füüüüür.......Rorschach! :-D


Ich habe viele Leute aus dem Kurs gefragt, was sie hier sehen, bevor ich daran weiter gearbeitet habe. Es fielen Begriffe wie
-Knutschende Elefanten mit Zebrastreifen
-Frau/Figuren
-Fuchs (umgedreht)
-asiatische Babys mit Zopf und
-KOMPLETTE Figuren (wo?)

Also zuerst einmal habe ich drei Anläufe gebraucht, bis ich mit dem Lackverlauf zufrieden war. Es sind tatsächlich zwei Platten, die ich -mit Lack- statt Tintentropfen - ganz klassisch aufeinander gelegt habe. Das Ganze musste dann trocknen und als nächstes kam auf beide Platten eine Aquatinta, damit das Motiv überhaupt im Druck sichtbar werden konnte.
Ich sah als erstes zwei Figuren, die am Kopf zusammengewachsen sind, mit Armen, Brüsten, Taille, angedeutetem Hintern und einer Babyflasche in der Hand.
Aber ungeachtet dessen musste ich es natürlich an die Geschichte anpassen, die mich zu dem Rorschach inspiriert hat und das sieht nun wie folgt aus:



Ich bin wie immer gespannt auf eure Meinungen und euer Feedback. :-)

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